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Marianne Sieweke hatte ein paar Schrauben locker. An ihrem Rollstuhl. Das kam vom vielen Tanzen. Dieses vergleichsweise kleine Problemchen, hatte eine helfende Hand mit einem Schraubendreher schnell gelöst. Sehr viel schwerer war es dagegen, aus dem tiefen Tal, in dem es nach der Diagnose Multiple Sklerose (MS) nur große Ängste und Ausweglosigkeit gab, wieder herauszukommen. Den (Tanz-) Spaß, das Lachen und den Humor in das Leben mit Behinderung wieder reinzuholen. Wie Sie das geschafft hat, das verrät Dir die 63-jährige ehemalige Erzieherin aus Horn-Bad Meinberg, in dieser Podcast-Episode.

Marianne Sieweke – Die 63-jährige, an Multiple Sklerose erkrankte ehemalige Erzieherin, tanzt bis der Rollstuhl wackelt.

Siegertypen werden im Tal geboren

“Siegertypen werden im Tal geboren”, ist ein Satz von Thomas Baschab, den ich in meinen Coachings häufig zitiere. Denn nur im Tal zeigt sich laut Baschab, ob Du aus Erfahrung (die ja oft nichts weiter als die Summe gemachter Fehler ist) klug wirst oder ob Du lieber auf der Strecke bleibst.

Doch welchen Erfolg hat ein Sieger / eine Siegerin erreicht? Was ist für Dich Erfolg? Ich kenne Marianne noch nicht besonders lange, aber immer wenn ich in Ihr Gesicht gucke, dann lächelt sie mich freundlich an. Job weg. Multiple Sklerose. Rollstuhl. Und all die vielen kleinen und großen Probleme, die dieses Leben so mit sich bringt. In der Situation auch “nur” ein echtes Lächeln hinzukriegen … Ich finde, das ist ein Erfolg, der sich sehen lassen kann. Da können ein dickes Auto oder ein Vorstandsposten einfach nicht mithalten. Gute Laune ist für meinen Geschmack ohnehin unbezahlbar. Wenn ich es dann noch schaffe, die (immer öfter) herzustellen, dann ist das ja quasi wie eine Superkraft. Zu einer anderen Superkrakft hier ein kleines Video!


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So funktioniert der Perspektivwechsel

Marianne Sieweke ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie das wichtigste Instrument der Humorwissenschaft – der Perspektivwechsel – aussehen und gelingen kann. Und auch dafür, dass es ausdauerndes Training braucht, um den immer öfter und immer besser hinzukriegen. Es geht darum, Selbstverantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und zu trainieren.

Laut Marianne Sieweke darfst Du Dich auf dem Weg nicht unter Druck setzen oder kämpfen. Sie die Dinge, die passieren, als Herausforderung. Und beachte dabei ganz besonders eins: “Sei Dir nicht böse, wenn Du es heute nicht schaffst. Es gibt Tage an denen Du weinst. Und Tage, an denen Du Angst hast. Die hat jeder.”

Marianne Sieweke freut sich über Anfragen von Schulen

Um den ersten Schritt zu machen und ins Training zu kommen, helfe ich Dir sehr gerne mit meinem humorvollen Coaching. Wenn Du daran Interesse hast, dann ruf einfach an oder schick mir eine kurze Mail. Außerdem kannst Du Dich auch an Marianne Sieweke wenden. Sie hilft Dir auch.

Über Anfragen von Lehrer*innen freut sich Marianne ganz besonders, denn die gelernte Erzieherin möchte sehr gerne mit Schülerinnen und Schülern ins Gespräch kommen. Dafür kommt sie extra in die Schule. Alternativ kann die ganze Klasse auch einen Schulausflug zu ihr unternehmen. In dem Haus, in dem Marianne wohnt, gibt es einen Raum, in dem alle ausreichend Platz haben.

Marianne antwortet sehr schnell bei Facebook. Sie hat mir aber auch erlaubt, Ihre eMail-Adresse hier zu veröffentlichen:

marianne-sieweke(at)t-online.de

Wenn Du Kontakt zu ihr aufnimmst, dann vergiss bitte nicht, ganz lieb von mir zu grüßen. 🙂

In diesem Sinne: Heiter weiter!

PS: Wegen Corona konnte ich Marianne leider noch nicht persönlich treffen. Wir haben es per Skype versucht, aber da war so ein lautes Rauschen, dass nicht daran zu denken war, den Podcast auf diesem Weg aufzuzeichnen. Quatschen und in lächelnde Gesichter gucken, ja, das ging. Aber für den eigentlichen Podcast mussten wir auf das gute alte Telefon zurückgreifen. Was die Tonqualität betrifft, hätte unsere Lösung etwas besser ausfallen dürfen. Wir wollten dieses Interview aber auch nicht auf unbestimmte Zeit verschieben. Deswegen hoffen wir beide, dass Du – bei dem großartigen Inhalt – trotzdem bis zum Schluss dran bleibst.

 

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