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Klinikclown Beppo alias Canip Gündogdu. Foto: Dominik Asbach

Beppo nimmt Dich ernst, sogar dann, wenn es sonst keiner mehr tut. Mit dem Klinikclown Canip Gündogdu vom Verein Dr. Clown in Bielefeld spreche ich im Humor Podcast darüber, warum sich selbst sterbende Menschen nicht veralbert vorkommen, wenn sie in ihren letzten Stunden Clowns als Gesprächspartnern begegnen. Und darüber, warum Canip als Beppo viel mehr er selbst ist, als der echte Canip.

Was würde Beppo schreiben?

Was für ein Start in meinen neuen Podcast! Die wichtigste Lektion lerne gleich selbst. Heiter, heiter, trallala! Humor und ganz viel Lachen! Okay … ganz so krass hatte ich mir meinen Humor Podcast dann doch nicht vorgestellt. 😉 Das es ein so ruhiges und für mein Empfinden tiefsinniges Gespräch wird, hatte ich aber auch nicht auf dem Schirm.

Einen Tag vor dem Interview mit Canip Gündogdu, habe ich beim Einsprechen der Startepisode noch daran gezweifelt, jemanden zu finden, der Humor und Sterben zusammenbringt. Und zack, sitze ich ihm gegenüber. Völlig unvorbereitet. Oder besser gesagt: Falsch vorbereitet! 😉

Das Gespräch war angenehm. Es war schön. Es hat Spaß gemacht. Und es hat mich so sehr zum Nachdenken über mich selbst gebracht, dass ich jetzt hier sitze, und gar nicht weiß, was ich in diesen Blogbeitrag schreiben soll. Ich frage mich: Was würde Beppo schreiben? Und ich spiele mit dem Gedanken, eine Clownsnase aufzusetzen, um meinen inneren Clown frei zu lassen. Bei Canip Gündogdu verändert die Clownsnase jedenfalls so einiges, wenn er sie aufsetzt. Vielleicht klappt das ja auch bei mir?!

Canip Gündogdu: Pur und echt lächeln klappt genau wie Interviews geben, auch ohne Clownsnase sehr gut.

Was die Clownsnase mit Dir macht …

Canip ist allerdings erstmal ganz froh, dass ich nicht darauf bestehe, dass er seine Clownsnase beim Interview trägt. Denn er weiß nicht, ob er dann so kontrolliert antworten könnte. Die Nase, so sagt er, würde seine Gefühle, sein Denken und seine Wahrnehmung verändern. Letztere würde unter anderem intensiviert. Außerdem wird er naiver und neugieriger.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs finde ich heraus, dass die Clownsnase es ihm ermöglicht, allen Menschen total offen zu begegnen. Und das Canip als Beppo dank ihr, in schwierigen Momenten auf die schönen Dinge fokussieren und sie dadurch mit einer gewissen Leichtigkeit nehmen kann.

Ich werde mich jetzt mal bei einer Tasse Kaffee den philosophischen Gedanken hingeben, die dieses Interview mit einem Clown bei mir ausgelöst hat und wünsche Dir viel Spaß beim Hören! Und Nachdenken … 😉

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